Monatsbetrachtungen Februar 2021

Monatsbetrachtungen Februar 2021 von Vitus Fussenegger

Monatsbetrachtung Februar 2021

Liebe Imkerfreunde, wie schnell doch so ein Monat vergeht. Schon ist wieder Februar und die letzten Wochen an denen es am Bienenstand noch ruhig zu geht.

Das heißt ja nun nicht, dass es bis jetzt nichts zu tun gab. Denken wir nur mal an die reichlichen Schneefälle im Januar. Wenn es so honigen würde wie es da geschneit hat, nicht auszudenken. Etliche Imker, vor allem ältere, mit denen ich gesprochen habe, klagten über die üppige weiße Pracht. Sie seien fix und fertig vor lauter Schnee räumen. Zumal die Räumdienste die frei geschaufelten Zufahrten wieder mit einem Wulst von Schnee und Matsch zu schoben. Das heißt jedoch nicht, dass wir Imker außer Schnee räumen nichts zu tun hätten. Jetzt ist noch Zeit um sich Gedanken zu machen was alles an Ideen und Vorstellungen weiter ausgetüftelt und in die Tat umgesetzt werden könnte. Vor allem bei der Varroabekämpfung wird so mancher Gedanke auftauchen was besser oder Sinnvoller gemacht werden könnte. Dazu werden auch dieses Jahr über die Fördermittel wieder folgende Behandlungsmittel verbilligt angeboten. Die 60%ige Ameisensäure 1 Liter zu 3,60 €, das Oxuvar 5,7%, 275 gr. zu 4,80 € sowie die ApiLifeVar Streifen, 1 Beutel mit 2 Streifen zu 2,20 €.

Bestellmenge von Varroamitteln!

Die Bestellmenge richtet sich nach der gemeldeten Völkerzahl.
Ameisensäure: 1 Liter pro Volk
Oxuvar: pro 5 Völker sind 2 Packungen möglich ( also bei 10 Völker – 4 Packungen ) je nach Zusatz von Zucker/Wasser kann Oxuvar auch als Sprühlösung verwendet werden
ApiLife Var: pro Volk bis zu 3 Packungen


Wer wieder welche bestellen möchte kann dies ab sofort bei mir tun.
ACHTUNG: Nur bis 14. März 2021 kann bestellt werden, da die Listen am 15. März beim Landesverband sein müssen.

Ich selbst will noch etliche Bienenfluchten bauen. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal welche im Einsatz, obwohl einige schon Jahre lang vorhanden waren. Vor allem wenn mehrere Völker an einem Platz stehen kann bei der Honigernte die Menge der suchenden Bienen deutlich reduziert werden. Besonders beim Abschleudern kann damit der Räuberei vorgesorgt werden. Auch stabile Beutenböcke schweben mir vor, da bei der Bodennahen Aufstellung, z.B. auf Paletten, diese eben nur eine begrenzte Zeit halten. Da ich relativ hohe Magazinböden habe, will ich dieses Jahr ausprobieren einen Teil der Völker auf niedrige Böden zu halten. Ich habe mir dazu mal 10 Nicot Kunststoffböden besorgt. Der Grund ist der, dass in den hohen Böden die Bienen in den Boden Drohnenbau bauen und dies oftmals quer zu den Rähmchen. Somit gibt es ein heilloses Durcheinander, wenn das unterste Magazin abgehoben wird. Der Einsatz von einer Bausperre ist bei mir insofern nicht ganz problemlos, weil Bauart bedingt der Abstand zwischen Unterkante Rähmchen und Bausperre nicht stimmt und deshalb oftmals die Bausperre an den Unterträger angebaut wird.

Und dann gibt’s noch so einiges welches ich gelesen habe und mir nun überlege ob das eine oder andere doch nicht bei der eigenen Betriebsweise zur Anwendung kommen könnte.
Ich denke, dass so mancher ähnliche Gedanken hat und möchte nun dazu ermuntern einfach mal ausprobieren. Die Trennung zwischen gut gemeint und sinnvoll zeigt sich dann sehr schnell.

So wie die Coronalage momentan ist, wird es wohl Mitte des Jahres werden, bis wieder Versammlungen möglich sein werden. Trotz allem planen wir das Jahresprogramm, die Königinnenzucht und eine Möglichkeit des Anfängerkurses. Dies wird dann im März mit der Beitragsrechnung jedem Mitglied zugesandt.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Umsetzung eurer Pläne und bleibt gesund.
 
Ihr Vitus Fussenegger